Diskussion: Grenzen der Urmedizin

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Diskussion: Grenzen der Urmedizin

von Brigitte Rondholz am Samstag 27. März 2010, 12:59


In der Weihnachtsausgabe der "Natürlich leben!" hatte ich auf die Diskussionsanregung zu den "Grenzen der Urmethodik" des lieben Notker (Apotheker) in der vorherigen Ausgabe Folgendes geantwortet:

Brigitte Rondholz

Gedanken zu: „Diskussion: Grenzen der Urmedizin“

Aus meiner Sicht ist es äußerst positiv, sich Gedanken über Details der Urmethodik zu machen und es tut ihr keinen Abbruch, wenn die Schlussfolgerungen auch mal unterschiedlich sein sollten. Die Natur ist unbestechlich und konstant in ihren Vorgaben, aber wir Menschen sind mit unseren Interpretationen immer potentiell fehlbar. Es ist das Verdienst von Franz Konz, dass er für uns das natürliche Leben unter dem Zivilisationsmüll hervorholte und uns unermüdlich ermahnt, uns nur an der Natur zu orientieren. Nur sie ist genial, Menschenwerk ist immer Stückwerk.
Ich möchte einige Gedanken von Dr. Notker B. in Heft 5/2009 aus meiner persönlichen Sicht kommentieren. Nicht alles, denn zwar brachte die Urmethodik mir im Laufe von fast zwei Jahrzehnten eine schier unglaubliche Menge positiver Veränderungen, aber sie machte mich nicht allwissend.

Mit dieser Weihnachtsausgabe sind es genau zehn Jahre, dass ich die Ehre und die Freude habe, Euch meine Gedanken zur Urmethodik in der „Natürlich Leben“ darzulegen. So wisst Ihr nur zu genau, dass ich gerne „Tacheles“ rede, denn das diplomatische „Um-den-heißen-Brei-Reden“ liegt mir als Ostfriesin nicht im Blut.

Generell muss an dieser Stelle gesagt werden, dass ich es oft erlebe, wie oberflächlich der "Große Gesundheits-Konz" von vielen gelesen wird. Alles ist begrenzt auf diesem Planeten - natürlich auch die Urmethodik.

Fangen wir also gleich mit den „Grenzen“ in der Überschrift an.

Natürlich gibt es „Grenzen“!

So wie das gesamte Leben für uns „begrenzt“ ist. Und da denke ich noch nicht einmal an den Tod, denn wer denkt schon gerne an das Ende, wenn das Leben noch überschäumend pulsiert.
Grenzen gibt es auch in der Natur: Ich denke an die begrenzte Nacht, wenn der Morgen graut, ich denke an die Begrenztheit meiner geliebten Nordsee, wenn Ebbe ist, ich denke an das Verblühen meines Löwenzahns, wenn der Hochsommer kommt. Aber: Es sind nur scheinbare Grenzen, denn sie lösen sich auf und geben Neues frei: Auf den Morgen und den Tag folgt wieder die Nacht, auf die Ebbe folgt die Flut, die Blüte führt zur Fruchtbildung. Und immer so weiter. Die Natur überwindet die Grenzen in einem immerwährenden Kreislauf. Das ist der Unterschied zu uns Menschen. Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, dann endet unser Kreislauf. Wenn wir uns allerdings als Teile eines immerwährenden Schöpfungsprozesses sehen, dann entsprechen wir den Abläufen der Natur: Wir geben uns in und mit unseren Kindern weiter, verschieben unsere Grenzen in die nachfolgenden Generationen. Eben deshalb müssen wir sorgsam mit der uns umgebenden Natur umgehen, damit menschlicher und natürlicher Kreislauf eins sind, oder, schöner: Der Kreislauf des Menschengeschlechts mit dem Naturkreislauf eins wird. Grenzen sind für die Natur nur vorläufige, sie sind Übergänge in ein Nächstes.

Natürlich ist das Potential unserer Gesundheit begrenzt. Wir sind mit bestimmten Vorgaben ausgestattet. Wenn wir jung sind, treiben die meisten von uns übermütig Raubbau mit dem Körper, geradeso, als hätten wir noch einen zweiten Körper im Wandschrank. Wie groß ist dann die Verwunderung, wenn die Selbstheilungskräfte ermüden oder aufgebraucht sind und keine Heilung (mehr) möglich ist.
Dies gilt es vielleicht noch nachhaltiger zu betonen, und dass die beste Ernährungs- und Lebensumkehr manchmal einfach viel zu spät kommt. Aber lieber spät, als nie.

Herr, schmeiß uns Geduld vom Himmel!

Seien wir doch ehrlich: Viele Menschen treiben bewusst oder unbewusst viel zu lange Schindluder mit ihrem Körper, aber glauben (oder wollen glauben) dennoch, dass die Urmethodik quasi als ein Wunderheilmittel dagegen zu betrachten sei.
Und wenn dies - möglichst sofort - nicht so eintritt, wie erhofft, dann fallen sie vom Glauben eben wieder ab. Nicht ohne der Urmethodik für ihr eigenes Versagen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Sie erwarten Wunder – und zwar von heut auf morgen.
Manche Menschen denken, sie müssten nur mal ein paar Monate
die richtige Kost essen und – schwupp! – wie von Zauberhand stellt sich die strahlende Gesundheit ein, Wie groß ist dann die Enttäuschung, wenn dies nicht sofort, sondern vielleicht erst nach Jahren geschieht.

Geduld scheint auch diesbezüglich keine Haupteigenschaft von uns Menschen zu sein.
Ein paar Wochen Urmethodik (und ich weiß aus Erfahrung, dass die allermeisten sie nicht sofort regelgerecht umsetzen!) und schon erwarten sie, dass alles wieder im Lot ist, selbst bei adipösem Übergewicht, Fettleber und Gallensteinen.

Oft bin ich versucht zu rufen : “Herr, schmeiß uns Geduld vom Himmel!“ Und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich mich da in anderem Zusammenhang durchaus auch in die erste Reihe stellen müsste.
Besonders Schädigungen am Verdauungstrakt können fatal und langwierig sein.
Aber dies kann man dies der Urmethodik ankreiden? Ich denke nicht.

Ich bitte an dieser Stelle nochmals alle stillenden Mütter, sich und ihre Kinder selbstkritisch zu beobachten, besonders, wenn sie die Anstrengungen des Langzeit- oder gar Tandem- oder Dreifachstillens durchleben. Oft beachten sie ihre Vorschädigungen der Schlechtkostzeit nicht oder überschätzen das Tempo des Heilwerdens, klar, auch deshalb, weil sich vieles sehr schnell durch die Umstellung auf Urkost bessert und die Euphorie darüber den klaren Blick trüben kann. Stillen und vor allen Dingen das Stillen mehrerer Kinder gleichzeitig ist eine Aufgabe, die man nicht „nebenbei“ machen kann. Sie erfordert viel Kraft und Energie, da darf man nicht an der Qualität der Nahrung sparen und man muss gut aufpassen, dass man selber nicht zu kurz kommt. Keine Frau oder Familie sollte damit allein gelassen werden. Sucht Euch gerade in dieser Zeit auch durchaus mal Hilfe von außen.

Dieser Weg wird kein leichter sein ...
Dass unser urmethodischer Weg von Anfang an für jeden leicht ist, behauptet niemand. (Obwohl ich an dieser Stelle einfügen muss, dass es für mich ein leichter Weg von Anfang an war und immer noch ist, denn ich habe nur auf die Verbesserungen fokussiert und nicht auf die Zipperlein, die etwas länger dauerten, bis sie verschwanden.)
So wie Gertraud Olsen, die Expertin zur Verbesserung der Sehfähigkeit, sie schreibt in unserem Urkostforum:

„Ich würde für nichts und nimmer die Urkost aufgeben.
Ich habe für 45 Jahre beträchtliche Vorschäden kultiviert (Todkost, Zucker, Schokolade, Kuchen, Mehl, etc.) mit meiner falschen Lebens- und Essensweise. Nun bin ich Roh/Urköstlerin seit 16 Jahren.
Hier alle die Probleme, die nach kurzer Zeit 100%iger Urkost verschwanden:
Kopfschmerzen von mild bis extrem stark, Migräne, Übergewicht, steife Gelenke, Unbeweglichkeit Verdauungsstörungen, geschwollene Fußgelenke, verdickte schmerzhafte Fingerknöchel, Atembeschwerden, extrem starke, sehr schmerzhafte und lang andauernde Monatsblutungen,
extreme Verstopfung, Ausfluss, schmerzende Knie, konstante Rückenschmerzen, Übelkeit,
Grippe zweimal im Jahr, Husten, Schnupfen, Halsweh, mildere Erkältungen mehrmals im Jahr, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, keine Energie, Mutlosigkeit, Gebärmuttervorfall, schwache Blase, Wetterfühligkeit, Nachtschwitzen, Krampfadern, schmerzende Hüfte, Myome, dunkle Muttermale fielen einfach ab, ich habe einige bestimmt vergessen, weil wenn sie nicht mehr da sind, denkt man nicht mehr daran!“
Ja, die UrTherapie leistet Großartiges und steht in eklatantem Gegensatz zur Schulmedizin, die bekanntlich nur die Krankheitssymptome behandelt und durch Chemie, Operationen und Bestrahlungen schwere Verunstaltungen und „Nebenwirkungen“ hervorruft. Während die UrTherapie die Leiden ursächlich angeht, diese bis auf ihre Wurzeln verfolgt und sanft auflöst. Aber wie gerne hört der eine oder die andere von Euch auf die Ärzte und die „heilige Wissenschaft“, von der Franz so richtig schreibt, dass die heutigen Erkenntnisse der Irrtum von morgen sind.
Dabei fällt schon beim ersten Durchblättern des „Großen Gesundheits-Konz“ den meisten auf, dass er außerordentlich gründlich durchdacht ist. Die Logik der Ausführungen hat mich persönlich sofort fasziniert und ich wusste: „Das ist es! Warum bin ich da bloß selber nicht drauf gekommen?“
Ich erfasste sofort, dass dies die einzig richtige und erfolgreiche Form des Vermeidens und des Auflösens aller Leiden ist. Allerdings: Die Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn wir einen starken Willen dazu aufbringen, konsequent die Anweisungen zu befolgen. Halbe Sachen gehen hier nicht. Und Hand auf’ s Herz: Wer ist so „konzequent“? Selbst dem lieben Franz fällt es ab und an schwer, denn er wurde von Kindheit an auf „Rheinischen Sauerbraten“ u.v.m. durch die geliebte Frau Mama, die eine gelernte Köchin war, nachhaltig geprägt.
Hand auf’ s Herz: Jeder möge sich selber prüfen
Und wer liest schon die ganzen hinten im Buch unter der Kennziffer 9.99 abgedruckte Checkliste, wo sich jeder prüfen kann, ob er alle Fehlerquellen vermeidet. (Manches kann man nicht rückgängig machen, wie Operationsnarben, die ein Störfeld darstellen können, aber nicht müssen. Man sollte dies bei hartnäckigen Störungen der Gesundheit aber sehr wohl auch bedenken.)
- Und wer von Euch turnt schon 2- 3 Stunden täglich bei Wind und Wetter in der Natur herum?
- Wer isst wirklich zu jeder Mahlzeit das mineralien- und vitalstoffreiche Grün?
- Wer meidet die Medikamente, Chemos, Röntgen-Bestrahlungen und die Metalle der Zahnärzte?
- Wer bereichert seine nach Harmonie dürstende Seele mit Freude, Singen und schönen Gedanken?
- Und Ihr schwangeren Frauen: Habt Ihr wirklich schon vor und auf jeden Fall in der Schwangerschaft gesund gelebt? Habt Ihr die Familiengeschichten beider Elternteile studiert, um Schwachpunkte, die sich weiter fortpflanzen, zu erkennen und gegenzusteuern?

Zu den Fragen und Kritikpunkten nun im Einzelnen

Zur Zusammenstellung unserer Kost, von der Notker meint, dass kein Mensch wüsste, was die „individuell absolut richtige Ernährung “ sei, gibt es den ersten Widerspruch. Natürlich ist es schwer, im Zeitalter von „Blutgruppendiäten“ und anderem Unfug, hier einen klaren Kopf zu behalten.
Dennoch: Wir wissen es, aber auch wir lernen immer wieder hinzu

Es gab durchaus Zeiten, wo wir z. B. Pilzen kritisch gegenüberstanden. Mittlerweile wissen Franz und ich die herrlichen Waldpilze nicht nur wegen ihres hohen Vitamin-D-Gehalts und ihrer Mineralien zu schätzen. Sie sind auch ein herrlicher Sattmacher.
Wie hoch sollte der Wildpflanzenanteil sein?
Nun – für mich kann er gar nicht hoch genug sein. Oft sage ich im Scherz: “Wildpflanzen sind meine Hauptnahrung, alles andere ist nur „Beikost“.

Im Ernst, es ist nicht nötig mit der Briefwaage durch die Natur zu streifen, um auch ja die richtige Menge aufzunehmen. Macht es Euch einfach zur Regel, zu jeder Mahlzeit zwei Hände voll von dem herrlichen und mineralien- sowie vitaminreichen Gewächsen zu Euch zu nehmen und gut ist es!
Dass der Sättigungseffekt mit dem wilden Grün schneller einsetzt, werdet Ihr schon bemerkt haben und Euer Familien-Finanzminister wird es ebenfalls bemerkt haben, denn Ihr bleibt auch nachhaltiger satt, was sich im monatlichen Budget positiv bemerkbar macht.

Ist der Mensch ein Insectivora (Insektenfresser)?

Um es gleich deutlich zu sagen: Wir sind weder Raubtiere, noch Aasfresser, aber auch keine Insektenfresser. In der Regel sind die Insektenfresser kleine Säugetiere, die größten sind nur kaninchengroß (4-65 cm). Sie haben eine Schnauze, die nach vorn über die Zähne hinausreicht und einen beweglichen Rüssel bildet, der oft mit reichlich vorragenden Schnurrhaaren besetzt ist. Die Ohren und Augen sind klein und häufig unter der Haut oder im Fell verborgen. Alle Insektenfresser gemeinsam haben ein "ungefurchtes" Gehirn und ein altertümliches, wenig spezialisiertes Gebiss. Kurz: Igel, Maus und Maulwurf sind zwar sehr niedliche Tierchen, aber sie unter scheiden sich doch erheblich von uns Menschen und zwar nicht nur durch ihre 30 bis 44 spitzen Zähne!
Die meisten Arten der Insektenfresser haben eine spitzmausähnliche Gestalt, sind nachtaktiv (na, gut, war ich auch, bevor ich „Natur- und damit Frühschläferin“ wurde ...) und orientieren sich in erster Linie mit der Schnauze oder dem Rüssel, was außer Burger niemand den Menschen empfiehlt. Ausgezeichnet entwickelt ist außerdem der Geruchs- und Tastsinn über die vielen langen Tasthaare der Nasenspitze. Die Insektenfresser sind auch Kleintierfresser, sie fressen außer Insekten auch andere kleine Wirbellose, wie Würmer. Wir Menschen ekeln uns davor – wenn wir normal gepolt sind und diese Ekelgrenze nicht bewusst ausschalten.
Man vermutet, dass es sie bereits im Trias gab, also vor 190 Millionen Jahren, und die kleinen Insektenfresser, die sich nur im Schatten der Dunkelheit ins Freie wagen und tagsüber Zuflucht in Erdlöchern suchen, sind anpassungsfähig und haben sogar „Tyrannosaurus Rex“, einer der größten Fleischfresser aller Zeiten, eine Kraftmaschine, die Geschwindigkeiten von 50 km/h erreichte, und das bei mehreren Tonnen Gewicht, überlebt,
Insektenfresser sind meist kleine bis sehr kleine Tiere. Ich bin da pragmatisch: Ein jeder möge anhand eines Spiegels die Ähnlichkeiten mit sich vergleichen.
Bei aller Liebe, sie unterscheiden sich schon sehr von uns, oder?

Und was ist mit Ameisen?

Auch nach Ameisen wird gefragt. Ich weiß, dass sie bei einigen wenigen Urköstlern auf der Speisekarte stehen. Franz hatte dies „zugestanden“, als das Geschrei nach „B-12“ in Mode kam und es noch nicht so bekannt war, dass B-12 nur von Bakterien gebildet wird und dies hat mit Fleisch- oder vegetarischem Essen wenig zu tun hat, wie jeder mittlerweile wissen sollte, es sei denn, er ist Interessenvertreter der Fleischindustrie und möchte diese Lügen noch ewig weiter verbreiten. Es ist eine faustdicke Fehlinformation, dass B-12 nur im Fleisch, Fisch oder anderen tierischen Produkten vorkommt, aber gerade dies wird auch gerne von fleischessenden Rohköstlern verbreitet. Wahr ist, dass es von Bakterien und Pilzen gebildet wird und viel mit einem gesunden Verdauungssystem, aber auch einer gesunden Mundflora zu tun hat.
Ameisen sollten nach meiner festen persönlichen Überzeugung nicht bei uns Menschen auf dem Speiseplan stehen. Beobachtet mal eure Kinder, sie sind sehr oft mein Gradmesser. Würden sie von sich aus Ameisen verspeisen, oder stehen sie stattdessen auch nur staunend und fasziniert vor dem lebhaften Gewusel und diesem Wunderwerk der Natur, einem Ameisenhaufen? Kinder, die gut und mitfühlend aufwuchsen, erkennen noch intuitiv ihren individuellen und wunderbaren Stellenwert in der Natur, den man unbedingt respektieren sollte. Zu unserer Nahrung sind sie jedenfalls nicht da, und ich würde ihre Ordnung niemals stören, indem ich mit einem Stöckchen in ihre Wohnstatt und in ihren Staat eindränge. Hilfreich auch hier der „Kategorische Imperativ“ von Kant - vereinfacht so formuliert: "Handle so, dass dein Tun jederzeit als Gesetz für andere gelten könnte." Was wäre also, wenn jeder dies täte?

Der Mensch ein Jäger und Fleischfresser?

Es ist schon fast “ein alter Hut”, aber es dauert wohl noch 100 Jahre, bis es in den Köpfen der Menschen ankommt:
The China Study“ ist ein weltberühmtes Buch von Colin T. Campbell, emeritierter Professor für Biochemie an der Cornell University aus dem Jahre 2005. Campbell untersuchte in einer groß angelegten epidemiologischen Studie (The China Study) die Beziehung zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und Krankheiten.
Das Buch untersucht besonders die Beziehung zwischen dem Verzehr von tierischen Erzeugnissen und Krebserkrankungen (Brust, Prostata, Enddarm), Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen, Osteoporose, degenerative Gehirn-Krankheit. Es ist die umfangreichste und aussagekräftigste Untersuchung, die jemals durchgeführt wurde.
Das eindeutige Ergebnis lautet:
Die beste Ernährung des Menschen besteht aus rein pflanzlicher, naturbelassener Kost – also Urkost!
Interessant dazu ist auch die Internetseite:http://www.youtube.com/watch?v=wxb7XPm_SxU&hl=de
Dort spricht Prof. Campbell über die Hintergründe der unsäglichen „Weston A. Price-Foundation“, die von Farmervertretern gegründet wurde, die immer wieder gegen diese Erkenntnisse polemisiert. Er begründet auch, warum er keine „Supplements“ (Nahrungsergänzungsmittel) einnimmt (oder empfiehlt) und warum Pflanzenproteine besser als Fisch- oder Fleischproteine sind.
Lebt also Euer urköstliches Leben selbstbewusst und voller Freude darüber, diesen Königsweg zu strahlender Gesundheit gefunden zu haben und lasst Euch nicht verunsichern, wenn dieses Wissen von Profiteuren der Fleischindustrie negiert oder bei deutschen Ärzten und Wissenschaftlern immer noch nicht angekommen ist.

Der Mensch war niemals ein Jäger, er war der Gejagte

Es gibt ein relativ neues Buch über die Entwicklung der Menschen, das die weit verbreiteten Theorien der gängigen Wissenschaften infrage stellt und Franz Konz auf wunderbare Weise bestätigt. Der Titel des Buches lautet:
“Man the Hunted:
Primates, Predators and Human Evolution”. (Wir berichteten darüber)
W. Sussman , der Autor, Professor und Anthropologe, hat in mehreren Ländern die Ökologie und die sozialen Strukturen von Primaten erforscht. Er ist Autor und Herausgeber einiger Bücher, einschließlich: “Der Ursprung und die Natur des Sozialverhaltens,” “Primaten-Ökologie und Sozialstruktur” und “Die biologische Grundlage des menschlichen Verhaltens: Ein Kritischer Bericht.”
In diesem Buch wird die Theorie vom Menschen als “Jäger” endlich wissenschaftlich überzeugend und schonungslos entlarvt. Angesichts gegenwärtiger Weltgeschehnisse würde man es nicht denken, aber Menschen entwickelten sich dereinst wirklich, um ruhige, kooperative und friedliche Sozialtiere zu sein und (eigentlich) bis heute so zu bleiben.

Der Anthropologe an der Washington Universität in St. Louis geht gegen die allenthalben vorherrschenden anderslautenden Ansichten an und argumentiert, dass die Primaten, frühe Menschen eingeschlossen, sich nicht als Jäger, sondern als Opfer vieler Fleischfresser, wie wilder Hunde und Katzen, der Hyänen, der Adler und der Krokodile entwickelten.
Unsere Intelligenz, unseren Gemeinschaftssinn und viele andere Eigenschaften, die wir als moderne Menschen haben, entwickelten sich aus dem Versuch heraus, die Fleischfresser zu überlisten.
Die Idee “des Mannes als Jäger” ist das im allgemeinen geltende Paradigma der menschlichen Entwicklung, sagt Sussman. “Dies entwickelte sich aus einer grundlegenden jüdisch -christlichen Ideologie des Menschen, welche von sich selbst annahm, schlecht, aggressiv und von Natur aus Mörder zu sein. Tatsächlich ist das nicht der Fall, wenn man einmal die Primatenbeweise der Fossilien überprüft.

Er und seine Kollegen studierten die versteinerten Beweise und sagen “Die meisten “Mensch-als-Jäger-Theorien” halten diesen versteinerten Schlüsselbeweisen nicht stand.
Australopithecus afarensis war vermutlich ziemlich stark, wie ein kleiner Affe,” sagt Sussman. Erwachsene erreichten drei bis fünf Fuß und sie wogen 60 bis 100 Pfund. Sie waren im Allgemeinen kleinere zweifüßige Primaten. Ihre Zähne waren wie die der modernen Menschen verhältnismäßig klein, und sie waren Frucht- und Nussesser.

Und Sussman und Hart entdeckten, dass Australopithecus afarensis von den Zähnen her nicht dazu angelegt war, Fleisch zu essen. “Er hatte nicht die scharfen scherenden Blätter, die notwendig sind, zu halten und solche Nahrungsmittel zu schneiden,” sagt Sussman. “Diese frühen Menschen konnten Fleisch einfach nicht essen. Wenn sie nicht Fleisch essen konnten, warum sollten sie dann jagen?
Sussman und Hart liefern Beweise, dass viele unserer modernen menschlichen Eigenschaften, einschließlich die des Miteinanders und der Sozialisierung, aus seinem „Opferstatus“ resultierten, die Fleischfresser auszustechen!
Diese Wesenszüge resultierten nicht aus den Versuchen, zu jagen oder unsere Konkurrenten zu töten, sagt Sussman.

So ergibt alles einen Sinn. Denn diese Forschungen stimmen haarklein mit dem Gefühl überein, welches wir als sensible und Empathie empfindende Menschen gefühlsmäßig von uns als Menschen haben:

Wir Menschen sind von der Natur angelegt als friedliche Wesen!


Genießt also in Frieden Eure pflanzliche Urkost und freut Euch Eures gesunden Lebens. Die Tiere werden es Euch danken. Fangt heute noch damit an (falls Ihr es noch nicht macht) und tragt mit unserer friedlichen, veganen Urmethodik auch dazu bei, unsere kaputte Welt ein wenig heiler zu machen – und dies ist durch Tötungshandlungen an der hilflosen Kreatur und Mitgeschöpfen eindeutig nicht möglich.

Zur Heilerde und der möglichen Aluminiumbelastung


Die Firma Luvos schreibt dazu, dass Aluminium in Alumosilikaten schwerlöslich gebunden ist und deshalb nicht vom Körper aufgenommen wird. Hier muss ich mich als Laie darauf verlassen – oder auch nicht.

„Natur und Heilen“ schreibt:
„Die Vorstellung, dass das Aluminium in Heilerde zur Alzheimer-Demenz beiträgt, hält sich zwar hartnäckig, ist aber längst widerlegt; es lag ein Fehler bei den entsprechenden Untersuchungen vor. Wir nehmen Aluminium schließlich ständig in Spuren durch Wasser und Nahrung auf und erkranken dennoch nicht an Alzheimer.“

Wichtig scheint mir die Absorptionsfähigkeit der Erde beim Fasten, da der stillgelegte Darm die Giftstoffe oft nicht mehr auf natürlichem Wege ausscheiden kann und diese dann in die Blutbahngelangen können. Luvos Heilerde bindet diese Stoffe, ohne den Stoffwechsel zu belasten und hilft gleichzeitig doch auch hervorragend gegen den oftmals schlechten Atem beim Fasten.
Täglich esse ich sie allerdings nicht. In dieser Marginalie unterscheiden Franz und ich uns.
Ich ziehe es vor, einmal am Tag eine Messerspitze guter Erde frisch aus der Natur zu essen.

Zu Hamer: Genius oder Scharlatan?

Wenn ich das schon bei ihm lese "Die neue GERMANISCHE Medizin", dann gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an. Was für ein Unsinn! Entweder eine Medizin ist universell oder gar nicht. Von seinen antisemitischen Aussprüchen mal gar nicht zu reden.
Hamer kümmert sich in seinen Schriften - immer noch Schulmediziner durch und durch - in keiner Weise um Ernährung, höchstens "biologisch" oder "vollwertig" soll sie sein, was immer das bedeuten soll.
Alle Störungen des Körpers, besonders Krebs, auf die Psyche zu schieben, ist m. E. ein Denkfehler. Der Mensch besteht aus KÖRPER, GEIST und SEELE, und dies hat niemand besser dargelegt als Franz Konz.

Allen drei Komponenten muss man sich widmen, wenn man gesund bleiben oder werden will. Aber, wie schon oben gesagt, gerade bei Krebs ist diese Gesundung für manche nicht mehr möglich. Dies muss man akzeptieren, deshalb betone ich immer, dass man nicht erst mit der Urmethodik anfangen sollte, wenn die Beschwerden schon manifest sind!
Das Optimum wäre, dass man schon bei der Geburt mit der richtigen Urkost (Muttermilch) beginnt - und dann sollte es immer naturgemäß weitergehen. Dennoch würde ich auch dann die Urmethodik durchführen, weil schon Luther wusste:“ Und würde die Welt morgen untergehen, würde ich dennoch heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“ und es für mich einfach nichts besseres gibt.

Die Urmethodik kümmert sich um alle diese Aspekte einer gesunden Lebensführung und deshalb halte ich von Hamers Erkenntnissen nichts, sondern halte sie vielmehr für Scharlatanerie, vielleicht ist es auch der bedauerliche Tunnelblick eines verzweifelten Vaters, wer weiß?

Natürlich wissen wir alle, dass Stress ein sehr gewichtiger Krankmacher ist. Auch ich musste es schmerzlich erleben, wie Ihr wisst. (Siehe Borreliose - Artikel in NL 1/2009)
Und auch den Umweltgiften können wir uns nur schwer oder gar nicht entziehen, dies alles können gewichtige Störfaktoren einer „strahlenden Gesundheit“ sein.
Wichtig und bemerkenswert ist allerdings, wie wir als Urmethodiker mit solchen Störungen fertig werden. Ich bin jedenfalls kein Langzeit-Borreliose-Patient geworden, sondern habe durch Fasten und Urkost innerhalb weniger Wochen meine Gesundheit wieder vollends hergestellt und fühle mich nach dieser kräftigen Grundreinigung durch das Fasten besser, denn je.

Stichwort: Die Synergetik
Da scheint sich ein neuer Berufszweig entwickelt zu haben: die „Synergetik-Therapeuten“. Verglichen mit den sonstigen Therapeuten bestimmt nicht einmal so schlecht.
Die Synergetik Therapie soll inneren Frieden durch Meditation bewirken. Stichworte: Selbsterfahrung – Selbstorganisation. Vielleicht ist es ja wirklich so, wie alle diese Techniken (EFT sei auch als Beispiel erwähnt) es anpreisen „ein Weg in die Freiheit durch mehr Lebenskompetenz“?
Ich weiß es nicht, vielleicht ist es bei einigen von uns wirklich notwendig, der Seele diese Portion EXTRA - Aufmerksamkeit zu schenken? Findet es heraus, es wird bestenfalls nicht schaden.

Franz Konz formuliert es im GGK so:
Die Klassische Naturheilkunde basiert in Form der Urtherapie auf vier Säulen: GEIST – INNERER LEIB - ÄUSSERER KÖRPER – SEELE. Und die Maxime der von Franz Konz reformierten Klassischen Naturheilkunde lautet: „Der Geist sei frei, die Seele voller Gefühl, der Körper fühle sich stets wohl.“ Es würde an dieser Stelle zu weit führen, euch alle sinnlichen Genüsse, die zu einem gesunden Leib hinführen, aufzuzählen, denn das hat Franz Konz alles sehr detailliert im GGK aufgelistet (Kapitel 6), aber es lohnt sich doch, dies gründlich zu lesen, wenn man kritisiert, dass nicht alles bedacht wurde und eine „ungenügende Beachtung der seelischen Heilung“ dem Werke zugrunde liegt.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_China_Study
http://www.thechinastudy.com/about.html
http://news-info.wustl.edu/tips/page/normal/4582.html

Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
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Re: Diskussion: Grenzen der Urmedizin

von orchidee am Samstag 27. März 2010, 20:20

Liebe Brigitte,
vielen Dank für Deine ausführlichen Informationen. Kann alles nur voll unterstreichen, weil total logisch und nachvollziehbar. Wenn ich noch hinzufügen darf:
wenn Tiere von der Natur (Schöpfung) für die menschl. Nahrung vorgesehen wären, dann wären sie (die Menschen) auch entsprechend ausgestattet worden, um diese zu töten, zu zerlegen usw..
Bei den Raubtieren ist das ja so - bei uns Menschen aber definitiv nicht.
Im Gegenteil - die Mehrheit ist schon physisch garnicht imstande ein Tier zu töten oder gar Blut zu sehen. Gäbe es nicht Schlachthöfe, Metzger etc. müßten die meisten verhungern.
Hinzu kommt das ganze Elend der Tiere selbst - von der Geburt bis zum Schlachter Quälerei, eingesperrt und zu Fleisch- Milch- und Eiermaschinenmaschinen degradiert und das in solchen Mengen, daß es zum Himmel schreit.
Jeder der das durch seinen Konsum unterstützt versündigt sich an der Natur - und da selbige in jeder Beziehung "gerecht" ist, erntet der Mensch irgendwann was er gesät hat.
Lebe ja hier im ländlichen Berchtesgaden, also viele Weiden und Wiesen. Hatte heute bei meiner kleinen Wandertour immer den bestialischen Güllegestank in der Nase, der Nachbarbauer hatte gerade seine Wiesen damit getränkt. Ekelhaft. Ja aber wo soll er denn sonst damit hin? Auch eine Folge der sogenannten Viehwirtschaft.
Aber auch das was der Fleischesser ausscheidet stinkt fürchterlich, ebenso ekelhaft.

Mir fällt dazu nur noch ein. verirrte, verkehrte Welt.
Servus Inge
orchidee
 


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